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Mittwoch, 30. Juli 2014
Donnerstag, 10. Juli 2014
beware of the future
rote haare sind sexy. spätestens seit den 80er jahren wissen wir, dass rothaarige wissenschaftlertypen unheimlich cool sind und dabei noch richtige helden sein können...
nein, die rede ist nicht von robert redford, der durchaus für die animé-umsetzung der figur des "captain future" pate gestanden haben mag, sondern vom captain selbst, der erfindung edmond hamiltons, eines US-amerikanischen pulp-schreibers der 40er jahre. zu einer zeit, in der viele der heute noch bekannten superhelden das licht der welt erblickten (z. b. superman, batman), erschuf der vielschreiber hamilton seinen vielleicht bekanntesten charakter - den wissenschaftler curtis newton, der unter dem nom de guerre "captain future" zusammen mit seiner dreiköpfigen mannschaft auf interstellare verbrecherjagd geht.
in epischen abenteuern kämpfen future, grag (der roboter), otho (der androide) und prof. simon wright (das "fliegende gehirn") für die gerechtigkeit im universum und gegen superschurken, perfide technokraten oder finstere eroberer - das ist space opera vom feinsten.
die bis dahin in europa weitgehend unbekannten geschichten wären sicherlich irgendwann in vergessenheit geraten, hätte nicht ende der siebziger die japanische toei animation sich des stoffes bemächtigt und daraus die gleichnamige zeichentrickserie kreiert. zur damaligen zeit war ein derart ausgefeiltes weltraumabenteuer etwas völlig neues, und zu recht schlug die serie in ganz europa geradezu wie eine bombe ein - vor allem in italien, spanien, frankreich und deutschland erfreute sie sich großer beliebtheit und kann damit als vorläufer vieler heutiger animés betrachtet werden. allerdings ist "zeichentrick" in den augen vieler deutschen immer noch "kinderkram" (was z. b. die deutsche synchronisation und den sendeplatz erklärt). das potential, das in den hamiltonschen geschichten steckt, wird dabei gerne übersehen.
diejenigen, die mit "captain future" groß geworden sind, denken jedoch gerne zurück an den helden ihrer kindheit und schwelgen in erinnerungen. das um die serie herum entstandene fandom ist zwar zahlenmäßig nicht ganz so umfangreich und organisiert wie bei "star trek", was sicherlich auch daran liegt, dass es sich eben um "zeichentrick" handelt - aber fans der serie finden sich in der ganzen bandbreite der bevölkerung, veranstalten gelegentlich filmabende, gestalten fan-websites oder treffen sich in foren. oder sie leben ihren traum: der vermutlich derzeit prominenteste deutsche captain-future-fan (zumindest als kind war er das) tut z. b. derzeit dienst auf der internationalen raumstation ISS (alexander gerst), ein anderer (chris alvart) hat sich schon vor zwei, drei jahren die filmrechte an dem stoff gesichert. und da es in der zwischenzeit wieder still geworden ist um den rothaarigen weltraumhelden (sogar toei animation hüllt sich in schweigen, obwohl derzeit doch immer noch die ungebremste welle der superhelden-reboots über unsere kinoleinwände schwappt), hat sich dave guivant des themas angenommen und uns seine version der abenteuer des captains präsentiert.
CAPTAIN FUTURE FILM 2014 ( PILOT EPISODE OPENING CREDITS ✰ WEB TV SERIES ✰ FAN MADE ) from DAVID GUIVANT on Vimeo.
wow... endlich wieder leben in der bude!
daves fassung des hamiltonschen epos' greift den faden 5 jahre nach ende der originalgeschichten wieder auf und katapultiert den stoff mit dem versprechen wuchtiger weltraumschlachten und lasergewitter wieder zurück in die gegenwart. für eine one-man-show (ja, die darsteller haben nur dargestellt - den kompletten film inclusive special effects hat dave alleine produziert und zusammengeschnitten) ist der gut zweiminütige trailer beeindruckend, wobei er anklänge an das toei'sche design mit retro-elementen der originalserie verschmilzt und damit seinen ganz eigenen stil kreiert: "best of both worlds", sozusagen.
...und was soll ich euch sagen? ich will mehr davon sehen!
jedenfalls würde ich das gerne, denn es handelt sich bei daves trailer "nur" um einen fan-trailer. schade eigentlich, denn wir fans warten sehnsüchtig darauf, dass sich endlich "etwas tut" - sei es nur eine ungekürzte deutsche fassung der animés auf dvd, oder wenigstens eine wiederholung (auf vernünftigem sendeplatz) im fernsehen, oder einen film oder auch zwei filme... oder was auch immer.
"captain future" ist kult. dave guivant und wir fans haben das erkannt.
...und der rest der welt?
verschläft vielleicht eines der größten weltraumabenteuer...
nein, die rede ist nicht von robert redford, der durchaus für die animé-umsetzung der figur des "captain future" pate gestanden haben mag, sondern vom captain selbst, der erfindung edmond hamiltons, eines US-amerikanischen pulp-schreibers der 40er jahre. zu einer zeit, in der viele der heute noch bekannten superhelden das licht der welt erblickten (z. b. superman, batman), erschuf der vielschreiber hamilton seinen vielleicht bekanntesten charakter - den wissenschaftler curtis newton, der unter dem nom de guerre "captain future" zusammen mit seiner dreiköpfigen mannschaft auf interstellare verbrecherjagd geht.
in epischen abenteuern kämpfen future, grag (der roboter), otho (der androide) und prof. simon wright (das "fliegende gehirn") für die gerechtigkeit im universum und gegen superschurken, perfide technokraten oder finstere eroberer - das ist space opera vom feinsten.
die bis dahin in europa weitgehend unbekannten geschichten wären sicherlich irgendwann in vergessenheit geraten, hätte nicht ende der siebziger die japanische toei animation sich des stoffes bemächtigt und daraus die gleichnamige zeichentrickserie kreiert. zur damaligen zeit war ein derart ausgefeiltes weltraumabenteuer etwas völlig neues, und zu recht schlug die serie in ganz europa geradezu wie eine bombe ein - vor allem in italien, spanien, frankreich und deutschland erfreute sie sich großer beliebtheit und kann damit als vorläufer vieler heutiger animés betrachtet werden. allerdings ist "zeichentrick" in den augen vieler deutschen immer noch "kinderkram" (was z. b. die deutsche synchronisation und den sendeplatz erklärt). das potential, das in den hamiltonschen geschichten steckt, wird dabei gerne übersehen.
diejenigen, die mit "captain future" groß geworden sind, denken jedoch gerne zurück an den helden ihrer kindheit und schwelgen in erinnerungen. das um die serie herum entstandene fandom ist zwar zahlenmäßig nicht ganz so umfangreich und organisiert wie bei "star trek", was sicherlich auch daran liegt, dass es sich eben um "zeichentrick" handelt - aber fans der serie finden sich in der ganzen bandbreite der bevölkerung, veranstalten gelegentlich filmabende, gestalten fan-websites oder treffen sich in foren. oder sie leben ihren traum: der vermutlich derzeit prominenteste deutsche captain-future-fan (zumindest als kind war er das) tut z. b. derzeit dienst auf der internationalen raumstation ISS (alexander gerst), ein anderer (chris alvart) hat sich schon vor zwei, drei jahren die filmrechte an dem stoff gesichert. und da es in der zwischenzeit wieder still geworden ist um den rothaarigen weltraumhelden (sogar toei animation hüllt sich in schweigen, obwohl derzeit doch immer noch die ungebremste welle der superhelden-reboots über unsere kinoleinwände schwappt), hat sich dave guivant des themas angenommen und uns seine version der abenteuer des captains präsentiert.
CAPTAIN FUTURE FILM 2014 ( PILOT EPISODE OPENING CREDITS ✰ WEB TV SERIES ✰ FAN MADE ) from DAVID GUIVANT on Vimeo.
wow... endlich wieder leben in der bude!
daves fassung des hamiltonschen epos' greift den faden 5 jahre nach ende der originalgeschichten wieder auf und katapultiert den stoff mit dem versprechen wuchtiger weltraumschlachten und lasergewitter wieder zurück in die gegenwart. für eine one-man-show (ja, die darsteller haben nur dargestellt - den kompletten film inclusive special effects hat dave alleine produziert und zusammengeschnitten) ist der gut zweiminütige trailer beeindruckend, wobei er anklänge an das toei'sche design mit retro-elementen der originalserie verschmilzt und damit seinen ganz eigenen stil kreiert: "best of both worlds", sozusagen.
...und was soll ich euch sagen? ich will mehr davon sehen!
jedenfalls würde ich das gerne, denn es handelt sich bei daves trailer "nur" um einen fan-trailer. schade eigentlich, denn wir fans warten sehnsüchtig darauf, dass sich endlich "etwas tut" - sei es nur eine ungekürzte deutsche fassung der animés auf dvd, oder wenigstens eine wiederholung (auf vernünftigem sendeplatz) im fernsehen, oder einen film oder auch zwei filme... oder was auch immer.
"captain future" ist kult. dave guivant und wir fans haben das erkannt.
...und der rest der welt?
verschläft vielleicht eines der größten weltraumabenteuer...
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Montag, 2. Juni 2014
seltsam
manchmal frage ich mich, warum leute in einem forum zu einer bestimmten fernsehserie, in dem sich natürlich die fans dieser serie herumtreiben, immer wieder mit posts glänzen, dass sie das verhalten des hauptcharakters (also des "guten") irgendwie scheiße finden. hmmm. was ist das? aufmerksamkeit erheischen durch provokation...?
und dann gibt es noch die sorte, die jede kleinste alltägliche äußerung auf teufel-komm-raus mit einer geballten ladung ungefragter fakten spicken. ähm... haben die alle minderwertigkeitskomplexe, frei nach dem motto "ich nutze jede sich bietende gelegenheit, auf mein wissen aufmerksam zu machen, damit es endlich mal jemand auch glaubt, dass ich das weiß?"
okay, jedes fandom hat anscheinend wohl so seine seltsamen figuren.
und dann gibt es noch die sorte, die jede kleinste alltägliche äußerung auf teufel-komm-raus mit einer geballten ladung ungefragter fakten spicken. ähm... haben die alle minderwertigkeitskomplexe, frei nach dem motto "ich nutze jede sich bietende gelegenheit, auf mein wissen aufmerksam zu machen, damit es endlich mal jemand auch glaubt, dass ich das weiß?"
okay, jedes fandom hat anscheinend wohl so seine seltsamen figuren.
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Mittwoch, 21. Mai 2014
alles neu...
...macht der mai?
gestern einen artikel in der FAZ (feuilleton - bislang leider nur in der printausgabe: "mutierte kätzchen gegen richard nixon") über den neuen X-men-film gelesen - und der tenor zum film war positiv.
das finde ich jetzt beachtenswert, denn wenn die wohlwollend-konservative FAZ über comicverfilmungen schreibt und diese auch noch gut beurteilt, hat sich anscheinend tatsächlich etwas in den köpfen der leute getan... zumindest in den köpfen einiger weniger meinungsmacher. das sollte man nicht unterschätzen.
und ja: die art der verfilmungen ist ebenfalls anders. nicht mehr die schrillbunten leinwand-bildergeschichten, denen das qualvolle bemühen, das "quietschige" fantasie-image der groschenheftchen mit gewalt dem zuschauer aufzudrücken, so sehr anzusehen ist, dass es oft das einzige ist, was von solchen filmen in der erinnerung hängenbleibt.
was mich jedoch beinahe am meisten gefreut hat, ist, dass nolans batman-trilogie gut weggekommen ist... *grins*
gestern einen artikel in der FAZ (feuilleton - bislang leider nur in der printausgabe: "mutierte kätzchen gegen richard nixon") über den neuen X-men-film gelesen - und der tenor zum film war positiv.
das finde ich jetzt beachtenswert, denn wenn die wohlwollend-konservative FAZ über comicverfilmungen schreibt und diese auch noch gut beurteilt, hat sich anscheinend tatsächlich etwas in den köpfen der leute getan... zumindest in den köpfen einiger weniger meinungsmacher. das sollte man nicht unterschätzen.
und ja: die art der verfilmungen ist ebenfalls anders. nicht mehr die schrillbunten leinwand-bildergeschichten, denen das qualvolle bemühen, das "quietschige" fantasie-image der groschenheftchen mit gewalt dem zuschauer aufzudrücken, so sehr anzusehen ist, dass es oft das einzige ist, was von solchen filmen in der erinnerung hängenbleibt.
was mich jedoch beinahe am meisten gefreut hat, ist, dass nolans batman-trilogie gut weggekommen ist... *grins*
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Dienstag, 13. Mai 2014
Mittwoch, 30. April 2014
konservengeschmack, veraltet
wie so oft an oder vor feiertagen ist das fernsehprogramm wieder mal grottig... da helfen nur "konserven". und da mir im moment nach monumentalem zumute ist, wähle ich zwischen "ben hur" und "ivanhoe" (dem original aus den 50ern).
es wird "ben hur", und so, wie ich mich kenne, schaue ich den ritterfilm dann morgen früh...
irgendwie habe ich, filmtechnisch gesehen, einen unbestreitbaren hang zu "alten schinken". tja, etwa die hälfte meiner sammlung besteht aus filmen, die vor 1960 entstanden sind. darunter streifen wie "metropolis" (fritz lang), "die sieben samurai" (akira kurosawa), "roma, città aperta" (rossellini) oder bernd ruttmanns "sinfonie der großstadt". oder eben die monumentaldramen hollywoods wie "ben hur" mit seinem grandiosen wagenrennen.
tja - wo die liebe halt hinfällt...
es wird "ben hur", und so, wie ich mich kenne, schaue ich den ritterfilm dann morgen früh...
irgendwie habe ich, filmtechnisch gesehen, einen unbestreitbaren hang zu "alten schinken". tja, etwa die hälfte meiner sammlung besteht aus filmen, die vor 1960 entstanden sind. darunter streifen wie "metropolis" (fritz lang), "die sieben samurai" (akira kurosawa), "roma, città aperta" (rossellini) oder bernd ruttmanns "sinfonie der großstadt". oder eben die monumentaldramen hollywoods wie "ben hur" mit seinem grandiosen wagenrennen.
tja - wo die liebe halt hinfällt...
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Freitag, 18. April 2014
nostalgie
...gestern abend mal in alten kisten gestöbert.
und nostalgisch in erinnerungen geschwelgt...
und nostalgisch in erinnerungen geschwelgt...
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| gesammeltes von früher |
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Mittwoch, 9. April 2014
...überraschung!
solche post bekommt man(n) doch gerne... da lacht das herz des fans (ging sogar anstandslos durch den zoll).
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| päckchen aus amerika |
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Samstag, 1. März 2014
congrats...
...habe gerade deine story gelesen - d. h. ich bin noch gar nicht durch damit, aber trotzdem schon fix und fertig mit der welt...
meine güte, du bist ein begnadeter geschichtenerzähler, spacy, ein meister! einfach nur gnadenlos gut.
gegen dich bin ich ein waisenknabe... und ziehe in tiefer ehrfurch den hut vor dir.
von dir kann ich da echt noch 'ne menge lernen.
meine güte, du bist ein begnadeter geschichtenerzähler, spacy, ein meister! einfach nur gnadenlos gut.
gegen dich bin ich ein waisenknabe... und ziehe in tiefer ehrfurch den hut vor dir.
von dir kann ich da echt noch 'ne menge lernen.
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Montag, 24. Februar 2014
captain future - 1
bleiben wir doch einfach mal beim thema ;-)
...in einer forumsdiskussion mit einem batman-fan, anlässlich des themas "moralischer ereignishorizont von schurken-charakteren", ist mir deutlich geworden, dass batman und captain future sich eigentlich ziemlich ähneln:
...ist das jetzt einfach nur system-immanent, sind eine menge helden so aufgemacht? eltern verloren, zum rächer geworden...?
in der comic-welt fällt mir im moment da nur "prinz eisenherz" ein, der seinen (zwar noch lebenden) vater rächen und den thron von thule zurückerobern will.
ansonsten ist rache immer ein starker motivator. und bei batman wahrscheinlich eine stärkere triebfeder als bei future, der die ganze sache eher nüchtern angeht, auch wenn er die leidenschaft, die hinter seinem tun steckt, nicht wirklich verbergen kann ;-)
meine güte, ich hab' probleme.
wenn's sonst nichts ist...
(vielleicht sollte ich auch einfach mal wieder 'n anständiges buch lesen...?)
- - -
nachtrag:
übrigens stößt man bei der suche nach "CF" im netz immer mal wieder auf skurrile dinge wie dieses hier...
(irgendwie sind da draußen doch offensichtlich eine menge fans unterwegs, auch wenn die wenigsten sich dazu offiziell bekennen... *grins*)
...in einer forumsdiskussion mit einem batman-fan, anlässlich des themas "moralischer ereignishorizont von schurken-charakteren", ist mir deutlich geworden, dass batman und captain future sich eigentlich ziemlich ähneln:
- beide hatten einen "schlimmen tag", der sie zu dem gemacht hat, was sie tatsächlich geworden sind.
- beide haben ihre eltern verloren, beide haben rache geschworen.
- beide stellen so etwas wie eine "ritterfigur" da - batman (nicht umsonst "dark knight" genannt) ist nur viel düsterer als future, der allein schon optisch eher an den "weißen ritter" erinnert *grins*
(dem "rittertum" wird übrigens in der arabischen version von CF rechnung getragen - dort heisst die serie "faris al-fadha'a" - zu deutsch "der ritter des weltalls"...) - und beide haben jeweils einen ziemlich durchgeknallten gegner, einen erzfeind, dier alles bis dahin gewesene (in diesem jeweiligen universum) in den schatten stellen, da ihre handlungen ganz bewusst auf persönlichem lustgewinn fußen- trotz wissen um die damit verbundene amoralität.
ergo wird der "moralische ereignishorizont" (eine art grenze des "gerade noch verzeih- oder erklärbaren") überschritten.
...ist das jetzt einfach nur system-immanent, sind eine menge helden so aufgemacht? eltern verloren, zum rächer geworden...?
in der comic-welt fällt mir im moment da nur "prinz eisenherz" ein, der seinen (zwar noch lebenden) vater rächen und den thron von thule zurückerobern will.
ansonsten ist rache immer ein starker motivator. und bei batman wahrscheinlich eine stärkere triebfeder als bei future, der die ganze sache eher nüchtern angeht, auch wenn er die leidenschaft, die hinter seinem tun steckt, nicht wirklich verbergen kann ;-)
meine güte, ich hab' probleme.
wenn's sonst nichts ist...
(vielleicht sollte ich auch einfach mal wieder 'n anständiges buch lesen...?)
- - -
nachtrag:
übrigens stößt man bei der suche nach "CF" im netz immer mal wieder auf skurrile dinge wie dieses hier...
(irgendwie sind da draußen doch offensichtlich eine menge fans unterwegs, auch wenn die wenigsten sich dazu offiziell bekennen... *grins*)
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Sonntag, 23. Februar 2014
captain future
...ahhhh.....
solche "schleichwerbung" mach' ich gerne!
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Samstag, 8. Februar 2014
zeit für helden...
...ist heute abend bei arte: um 21:45 h startet teil 2 der doku superheroes. diesmal geht es um die flaute nach dem krieg und das thema "macht schafft verantwortung" (wiederholung am 20.02. um 01:15 h).
teil 3 wird am 15. februar zur gleichen zeit gezeigt.
teil 3 wird am 15. februar zur gleichen zeit gezeigt.
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Sonntag, 2. Februar 2014
suchbild
hm... welches raumschiff wurde auf dieser leicht eingänglichen identifizierungshilfe wohl vergessen...?
![]() |
| ...netterweise von 'nem kumpel weitergeleitet bekommen, quelle: weilbaum42 |
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Freitag, 13. Dezember 2013
entzaubert... heute: james bond
sein name ist bond, james bond. und wenn man der BBC glauben darf, müsste er diesen satz eigentlich bei den AA (anonymen alkoholikern) aufsagen. britische ärzte haben sich einem bericht des nachrichtensenders zufolge daran gemacht, nachzuverfolgen, wieviel alkohol der topagent im dienste ihrer majestät zu sich nimmt, und das ergebnis war erschreckend...
laut den büchern von ian fleming müsste er eigentlich ein impotenter hardcore-säufer sein. die mengen, die er innerhalb und außerhalb des dienstes für königin und vaterland zu sich nimmt, schwanken zwar je nach story bzw. abenteuer, reichen offensichtlich aber aus, um ihn im bett völlig untauglich werden zu lassen, und auch der jet-set-lebensstil fordert seinen tribut. deshalb jetzt mal hand auf's herz: würden sie so jemanden das entschärfen ihrer wasserstoffbombe anvertrauen?
das fazit des berichtes lautet: lebensstil (extravagant), alkoholmengen (exorbitant) und erfolg bei den frauen (eklatant) passen eindeutig nicht zueinander. offensichtlich treibt die schriftstellerische freiheit da muntere blüten.
ach, leute, nichts ist hässlicher als die realität...
wir träumen deshalb lieber weiter und wären auch in zukunft gerne so wie 007: charmant und in jeglicher hinsicht erfolgreich ;-)
quelle: bbc.co.uk
laut den büchern von ian fleming müsste er eigentlich ein impotenter hardcore-säufer sein. die mengen, die er innerhalb und außerhalb des dienstes für königin und vaterland zu sich nimmt, schwanken zwar je nach story bzw. abenteuer, reichen offensichtlich aber aus, um ihn im bett völlig untauglich werden zu lassen, und auch der jet-set-lebensstil fordert seinen tribut. deshalb jetzt mal hand auf's herz: würden sie so jemanden das entschärfen ihrer wasserstoffbombe anvertrauen?
das fazit des berichtes lautet: lebensstil (extravagant), alkoholmengen (exorbitant) und erfolg bei den frauen (eklatant) passen eindeutig nicht zueinander. offensichtlich treibt die schriftstellerische freiheit da muntere blüten.
ach, leute, nichts ist hässlicher als die realität...
wir träumen deshalb lieber weiter und wären auch in zukunft gerne so wie 007: charmant und in jeglicher hinsicht erfolgreich ;-)
quelle: bbc.co.uk
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Sonntag, 28. Juli 2013
zeitreise
heute abend mal wieder "casablanca" angeschaut - diesmal zusammen mit meinem alten herrn... der liebt die alten schwarz-weiss-filme nämlich genauso wie ich.
was mir jedoch am meisten an diesem machwerk spaß macht, ist nicht die schnulzige liebesgeschichte, ist auch nicht bogey, der als "rick blaine" seine sache zugegebenermaßen sehr gut macht - nein, es ist die atmosphäre der vierziger jahre, der zeit meiner großeltern: elegant gekleidete schöne frauen, männer in gutgeschnittenen anzügen, menschen mit guten manieren. man steht an der bar, trinkt kognac, whiskey oder chanmpagnercocktails, man raucht, man spielt roulette im spielsalon, auch wenn die welt zum teufel geht. oder vielleicht gerade deswegen.
das ist so sehr die welt meiner großeltern, dass mir manchmal ganz wehmütig zumute wird...
für alle diejenigen, die den film nicht auf "platte" haben, gibt's ihn morgen abend um 20:15 h auf arte tv.
was mir jedoch am meisten an diesem machwerk spaß macht, ist nicht die schnulzige liebesgeschichte, ist auch nicht bogey, der als "rick blaine" seine sache zugegebenermaßen sehr gut macht - nein, es ist die atmosphäre der vierziger jahre, der zeit meiner großeltern: elegant gekleidete schöne frauen, männer in gutgeschnittenen anzügen, menschen mit guten manieren. man steht an der bar, trinkt kognac, whiskey oder chanmpagnercocktails, man raucht, man spielt roulette im spielsalon, auch wenn die welt zum teufel geht. oder vielleicht gerade deswegen.
das ist so sehr die welt meiner großeltern, dass mir manchmal ganz wehmütig zumute wird...
für alle diejenigen, die den film nicht auf "platte" haben, gibt's ihn morgen abend um 20:15 h auf arte tv.
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Samstag, 29. Dezember 2012
filmkritik: "der hobbit - eine unerwartete reise"
...nachdem 2000 der erste teil der "ring"-trilogie in die kinos kam, jetzt also "der hobbit".
tolkien hatte diese geschichte einst für seine kinder geschrieben, und weil sie denen offensichtlich gefiel, entstand mehr daraus und wurde zu dem fantasy-epos, das neue standards für dieses genre setzte und die welt aufteilte in hdr-liebhaber und solche, die mit dem werk nichts anfangen können. meiner einer gehört übrigens zu den ersteren.
jetzt also "der hobbit". ein märchen, ein abenteuer.
peter jackson, der schon die als "schwierig" geltende nachfolge-trilogie verfilmte, ist wohl mit dem festen vorsatz angetreten, auch diesen vorläufer, koste, was es wolle, bildgewaltig in szene zu setzen. dieses "wollen" merkt man dem fim an: farbenprächtige bilder, die charaktere der einzelnen zwerge individuell gestaltet und unterschiedlich, die fast epische landschaft neuseelands, äh, des auenlandes, und immer wieder szenen mit pathos, die fast ins komische abgleiten.
in diesem märchen, das ein solches ist und auch besser hätte bleiben sollen, enfaltet der regisseur nun eine disneyhaft-quirlige inszenierung, die spätestens bei den holzkonstruktionen der großen trollhöhle an werke wie "hook" oder "die goonies" erinnert: so stellt sich die amerikanische filmindustrie wohl die exotik fremder, mystischer wesen vor. peter jacksons vorstellungen müssen ähnlich gelagert sein - oder zumindest der publikumsgeschmack, der ihn vielleicht dabei geleitet hat; der leichte hauch des depressiven, entrückten, der über den nordischen märchen liegt, von denen tolkien sich hatte inspirieren lassen, ist ihm offensichtlich fremd. nicht, dass sein film deswegen hätte düster sein müssen - nein, er hätte nur ein wenig "echt" wirken müssen, "echt" im sinne von "europäisch". das merkt man auch an den "wargs", den überdimensionalen wölfen, auf denen die trolle und orks reiten - die viecher sollten wohl "böse" aussehen, wirken in ihrem äußeren und ihren bewegungsmustern jedoch unfreiwillig komisch, als wären sie einem barbie-werwolf-film-universum entsprungen.
und so ist der film auch, was er offensichtlich sein will: ein riesengroßes unwirkliches spektakel.
in den letzten 10 jahren entstanden hierzulande erstaunlich ansehnliche märchenverfilmungen wie z. b. "tischlein deck-dich". hier sind die märchen ganz das, was sie eigentlich sind, nämlich "märchen". nicht spektakel. nicht geschichten mit überbordender, sich immer wieder selbst übertreffen wollender sicht auf die welt, wie sie der disney'schen filmindustrie zu eigen ist - sondern einfach gut verfilmte geschichten, die sich zufrieden geben mit dem stoff, aus dem sie gemacht sind und diesen authentisch erzählen. die nicht versuchen, mit übergroßen bildern mehr zu scheinen als das, was sie sind - "märchen" eben.
es ist gerade diese authentizität, die den charme dieser neueren märchenfilme ausmacht und die ich beim "hobbit" vermisse. aber das scheint generell das hauptsymptom zu sein, wenn amerika sich an europas sagenstoff versucht; die gesammelten ritter- und abenteuer-filme der 80er und 90er jahre, die aus den staaten kommen, leiden an diesem dilemma. jetzt also auch "der hobbit".
eigentlich schade.
die "ring"-trilogie, weicht sie auch an einigen stellen von der literarischen vorlage (und sowieso von den bildern, die fans des buches im eigenen kopf davon haben) ab, war alles in allem doch gut gemacht. die hoheitsvollen elben, die schaurig entstellten orks, die episch anmutenden schlachtszenen, der ziemlich treffsicher in szene gesetzte gollum sprechen für sich. man konnte durchaus meinen, jackson hätte von dem stoff des tolkien'schen buches einiges verstanden.
mit seiner verfilmung des "hobbits" beweist er, aus was für gründen auch immer, leider das gegenteil...
"der hobbit - eine unerwartete reise"
film nach motiven des gleichnamigen buches von j.r.r. tolkien
usa/neuseeland 2012
regie: peter jackson
länge: 169 min.
zu sehen unter anderem bei: http://www.arthouse-kinos.de/
tolkien hatte diese geschichte einst für seine kinder geschrieben, und weil sie denen offensichtlich gefiel, entstand mehr daraus und wurde zu dem fantasy-epos, das neue standards für dieses genre setzte und die welt aufteilte in hdr-liebhaber und solche, die mit dem werk nichts anfangen können. meiner einer gehört übrigens zu den ersteren.
jetzt also "der hobbit". ein märchen, ein abenteuer.
peter jackson, der schon die als "schwierig" geltende nachfolge-trilogie verfilmte, ist wohl mit dem festen vorsatz angetreten, auch diesen vorläufer, koste, was es wolle, bildgewaltig in szene zu setzen. dieses "wollen" merkt man dem fim an: farbenprächtige bilder, die charaktere der einzelnen zwerge individuell gestaltet und unterschiedlich, die fast epische landschaft neuseelands, äh, des auenlandes, und immer wieder szenen mit pathos, die fast ins komische abgleiten.
in diesem märchen, das ein solches ist und auch besser hätte bleiben sollen, enfaltet der regisseur nun eine disneyhaft-quirlige inszenierung, die spätestens bei den holzkonstruktionen der großen trollhöhle an werke wie "hook" oder "die goonies" erinnert: so stellt sich die amerikanische filmindustrie wohl die exotik fremder, mystischer wesen vor. peter jacksons vorstellungen müssen ähnlich gelagert sein - oder zumindest der publikumsgeschmack, der ihn vielleicht dabei geleitet hat; der leichte hauch des depressiven, entrückten, der über den nordischen märchen liegt, von denen tolkien sich hatte inspirieren lassen, ist ihm offensichtlich fremd. nicht, dass sein film deswegen hätte düster sein müssen - nein, er hätte nur ein wenig "echt" wirken müssen, "echt" im sinne von "europäisch". das merkt man auch an den "wargs", den überdimensionalen wölfen, auf denen die trolle und orks reiten - die viecher sollten wohl "böse" aussehen, wirken in ihrem äußeren und ihren bewegungsmustern jedoch unfreiwillig komisch, als wären sie einem barbie-werwolf-film-universum entsprungen.
und so ist der film auch, was er offensichtlich sein will: ein riesengroßes unwirkliches spektakel.
in den letzten 10 jahren entstanden hierzulande erstaunlich ansehnliche märchenverfilmungen wie z. b. "tischlein deck-dich". hier sind die märchen ganz das, was sie eigentlich sind, nämlich "märchen". nicht spektakel. nicht geschichten mit überbordender, sich immer wieder selbst übertreffen wollender sicht auf die welt, wie sie der disney'schen filmindustrie zu eigen ist - sondern einfach gut verfilmte geschichten, die sich zufrieden geben mit dem stoff, aus dem sie gemacht sind und diesen authentisch erzählen. die nicht versuchen, mit übergroßen bildern mehr zu scheinen als das, was sie sind - "märchen" eben.
es ist gerade diese authentizität, die den charme dieser neueren märchenfilme ausmacht und die ich beim "hobbit" vermisse. aber das scheint generell das hauptsymptom zu sein, wenn amerika sich an europas sagenstoff versucht; die gesammelten ritter- und abenteuer-filme der 80er und 90er jahre, die aus den staaten kommen, leiden an diesem dilemma. jetzt also auch "der hobbit".
eigentlich schade.
die "ring"-trilogie, weicht sie auch an einigen stellen von der literarischen vorlage (und sowieso von den bildern, die fans des buches im eigenen kopf davon haben) ab, war alles in allem doch gut gemacht. die hoheitsvollen elben, die schaurig entstellten orks, die episch anmutenden schlachtszenen, der ziemlich treffsicher in szene gesetzte gollum sprechen für sich. man konnte durchaus meinen, jackson hätte von dem stoff des tolkien'schen buches einiges verstanden.
mit seiner verfilmung des "hobbits" beweist er, aus was für gründen auch immer, leider das gegenteil...
"der hobbit - eine unerwartete reise"
film nach motiven des gleichnamigen buches von j.r.r. tolkien
usa/neuseeland 2012
regie: peter jackson
länge: 169 min.
zu sehen unter anderem bei: http://www.arthouse-kinos.de/
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Donnerstag, 19. Juli 2012
marlene
marlene - eine der ganz großen. sie spiegelt (in meinen augen) so sehr den glanz und glamour jener untergegangenen mondänen kino-tradition wider, die ende der 50er jahre endgültig zu verschwinden begann...
gestern kam die doku "her own song" in 3sat, eine wiederholung gibt's morgen, freitag, den 20.07.2012, um 02:40 Uhr (derselbe sender).
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Montag, 23. Januar 2012
Dienstag, 26. Juli 2011
nice to find...
ab und zu findet man im netz den einen oder anderen, der sich graphisch mit CF auseinandersetzt: > click <.
(schade nur, dass diese bilder älteren datums sind und anscheinend keine mehr nachproduziert wurden...)
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Samstag, 19. Februar 2011
jesus auf schwedisch
gestern abend habe ich "wallander - die fünfte frau" im tv geschaut, und ich muss gestehen, die rolle des kommissars hat mich berührt...
okay, das ist nicht mein erster film dieser reihe, ich habe schon mal in zweie reingezappt (ohne allerdings den film zuende zu schauen). aber damals schien mir die serie eher die frauenversion des schwedenkrimis zu sein - zumindest anfangs dachte ich bei all' dem personifizierten "leiden christi" unwillkürlich an die zielgruppe "alleinstehende chefarzt-sekretärinnen ende fünfzig und ihre (wunsch-)vorstellung davon, wie männer ticken".
inzwischen habe ich meine meinung revidieren müssen, denn kenneth brannagh macht sich doch recht gut in der rolle des kommissars, der die last und die sünden dieser welt trägt. ich mag zerrissene, gebrochene charaktere, typen, die nicht einfach nur weiß (gut) oder einfach nur schwarz (böse) sind. vielleicht, weil ich eine weiche seite in mir habe - vielleicht aber auch deswegen, weil im richtigen leben das schlimmste unheil nicht in der simplen schwärze steckt - nein, es lauert in den zahlreichen schillernden grautönen des lebens. genau dort sind die finstersten abgründe, die sich urplötzlich auftun, um alles zu verschlingen. solche "helden" sind deshalb einfach authentischer. folgerichtig war denn auch "mein" batman nie der quietschebunte strahlemann der 80er-jahre-verfilmungen, "mein" captain future immer ein zerrissener charakter, voller zweifel ob seines tuns, einsam in seinem gefühl, doch eigentlich nicht in diese seine welt zu passen.
jetzt also "jesus" auf schwedisch.
ein bissl dick trägt er manchmal schon auf, der gute kenneth... vielleicht ein "erbe" des jahrelangen bühnen-schauspielers, oder nur eine anspielung auf die fast zu schöne schwedische lanschaft unter düstreren wolken? trotzdem bietet er eine gute, eine interessante charakterstudie.
und ich werde in den nächsten "wallander" bestimmt wieder 'reinschauen.
okay, das ist nicht mein erster film dieser reihe, ich habe schon mal in zweie reingezappt (ohne allerdings den film zuende zu schauen). aber damals schien mir die serie eher die frauenversion des schwedenkrimis zu sein - zumindest anfangs dachte ich bei all' dem personifizierten "leiden christi" unwillkürlich an die zielgruppe "alleinstehende chefarzt-sekretärinnen ende fünfzig und ihre (wunsch-)vorstellung davon, wie männer ticken".
inzwischen habe ich meine meinung revidieren müssen, denn kenneth brannagh macht sich doch recht gut in der rolle des kommissars, der die last und die sünden dieser welt trägt. ich mag zerrissene, gebrochene charaktere, typen, die nicht einfach nur weiß (gut) oder einfach nur schwarz (böse) sind. vielleicht, weil ich eine weiche seite in mir habe - vielleicht aber auch deswegen, weil im richtigen leben das schlimmste unheil nicht in der simplen schwärze steckt - nein, es lauert in den zahlreichen schillernden grautönen des lebens. genau dort sind die finstersten abgründe, die sich urplötzlich auftun, um alles zu verschlingen. solche "helden" sind deshalb einfach authentischer. folgerichtig war denn auch "mein" batman nie der quietschebunte strahlemann der 80er-jahre-verfilmungen, "mein" captain future immer ein zerrissener charakter, voller zweifel ob seines tuns, einsam in seinem gefühl, doch eigentlich nicht in diese seine welt zu passen.
jetzt also "jesus" auf schwedisch.
ein bissl dick trägt er manchmal schon auf, der gute kenneth... vielleicht ein "erbe" des jahrelangen bühnen-schauspielers, oder nur eine anspielung auf die fast zu schöne schwedische lanschaft unter düstreren wolken? trotzdem bietet er eine gute, eine interessante charakterstudie.
und ich werde in den nächsten "wallander" bestimmt wieder 'reinschauen.
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