trost
unsterblich duften die linden -
was bangst du nur?
du wirst vergehn, und deiner füße spur
wird bald kein auge mehr im staube finden.
doch blau und leuchtend wird der sommer stehn
und wird mit seinem süßen atemwehn
gelind die arme menschenbrust entbinden.
wo kommst du her? wie lang bist du noch hier?
was liegt an dir?
unsterblich duften die linden -
(ina seidel)
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Mittwoch, 14. Mai 2014
Dienstag, 13. Mai 2014
Donnerstag, 17. April 2014
sehnsucht
mir ist danach, zu rasen
mit zweihundertneunzig sachen
immer gerade aus
bis die nächste kurve kommt...
mir ist danach, zu fliegen,
einen augenblick zu schweben -
denn lieben ist die hölle, doch
nicht lieben ist der tod.
(mit einverständnis mal wieder bei faris geklaut...)
mit zweihundertneunzig sachen
immer gerade aus
bis die nächste kurve kommt...
mir ist danach, zu fliegen,
einen augenblick zu schweben -
denn lieben ist die hölle, doch
nicht lieben ist der tod.
(mit einverständnis mal wieder bei faris geklaut...)
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spurensuche
Sonntag, 6. April 2014
echolot ohne echo
ich schweb' im luftleer'n raum. kein boden unter den füßen.
völlig lösgelöst. haltlos und ohne erdenschwere...
doch höhenflug, das ist es nicht - das ist kein segen.
es ist hölle. weil ich nicht bin. nirgends hingehöre.
mich verschwenden. immer wieder schöpfen aus dem inn'ren,
was immer da zu schöpfen ist... solang' es nicht versiegt...
immer wieder anschrei'n gegen die große laute leere.
immer wieder vergeblich. der henker weiß, woran das liegt...
wie soll ich sein, mich finden, wenn ich einfach gar nicht bin?
wie ausloten, was möglich wäre, und was nicht?
muss ich denn alles aus mir selbst heraus kreieren -
den kerker, folter... freiheit, und jetzt auch das licht?
(mit einverständnis geklaut bei faris)
völlig lösgelöst. haltlos und ohne erdenschwere...
doch höhenflug, das ist es nicht - das ist kein segen.
es ist hölle. weil ich nicht bin. nirgends hingehöre.
mich verschwenden. immer wieder schöpfen aus dem inn'ren,
was immer da zu schöpfen ist... solang' es nicht versiegt...
immer wieder anschrei'n gegen die große laute leere.
immer wieder vergeblich. der henker weiß, woran das liegt...
wie soll ich sein, mich finden, wenn ich einfach gar nicht bin?
wie ausloten, was möglich wäre, und was nicht?
muss ich denn alles aus mir selbst heraus kreieren -
den kerker, folter... freiheit, und jetzt auch das licht?
(mit einverständnis geklaut bei faris)
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Sonntag, 2. März 2014
zauberwort
zerknautschte kissen
unruhiger schlaf
ein wort, nachts geflüstert -
dein name...
fiebernde träume
verzehrende glut
ein wort, halb im taumel -
dein name...
kühler morgen
zerwühlte laken
ein wort, das mich schmerzt -
dein name...
fahler himmel
heilt einsamkeit nicht,
nur ein wort, das das kann...
...dein name.
(geklaut bei aber mit einverständnis von - faris alh-fadhaa / fanfiktion.de)
unruhiger schlaf
ein wort, nachts geflüstert -
dein name...
fiebernde träume
verzehrende glut
ein wort, halb im taumel -
dein name...
kühler morgen
zerwühlte laken
ein wort, das mich schmerzt -
dein name...
fahler himmel
heilt einsamkeit nicht,
nur ein wort, das das kann...
...dein name.
(geklaut bei aber mit einverständnis von - faris alh-fadhaa / fanfiktion.de)
Montag, 10. Februar 2014
maybe
maybe the night
is a little bit less dark,
maybe the wind
not that cold anymore.
maybe the frost turns into spring
some day...
maybe.
maybe i'm wrong...
(c.n.-s.)
is a little bit less dark,
maybe the wind
not that cold anymore.
maybe the frost turns into spring
some day...
maybe.
maybe i'm wrong...
(c.n.-s.)
Freitag, 20. Dezember 2013
fremde federn: "augen in der großstadt"
wenn du zur arbeit gehst
am frühen morgen,
wenn du am bahnhof stehst
mit deinen sorgen:
dann zeigt die stadt
dir asphaltglatt
im menschentrichter
millionen gesichter:
zwei fremde augen, ein kurzer blick,
die braue, pupillen, die lider -
was war das? vielleicht dein lebensglück…
vorbei, verweht, nie wieder.
du gehst dein leben lang
auf tausend straßen;
du siehst auf deinem gang,
die dich vergaßen.
ein auge winkt,
die seele klingt;
du hast’s gefunden,
nur für sekunden…
zwei fremde augen, ein kurzer blick,
die braue, pupillen, die lider -
was war das? kein mensch dreht die zeit zurück…
vorbei, verweht, nie wieder.
du mußt auf deinem gang
durch städte wandern;
siehst einen pulsschlag lang
den fremden andern.
es kann ein feind sein,
es kann ein freund sein,
es kann im kampfe dein
genosse sein.
es sieht hinüber
und zieht vorüber…
zwei fremde augen, ein kurzer blick,
die braue, pupillen, die lider -
was war das? von der großen menschheit ein stück!
vorbei, verweht, nie wieder.
am frühen morgen,
wenn du am bahnhof stehst
mit deinen sorgen:
dann zeigt die stadt
dir asphaltglatt
im menschentrichter
millionen gesichter:
zwei fremde augen, ein kurzer blick,
die braue, pupillen, die lider -
was war das? vielleicht dein lebensglück…
vorbei, verweht, nie wieder.
du gehst dein leben lang
auf tausend straßen;
du siehst auf deinem gang,
die dich vergaßen.
ein auge winkt,
die seele klingt;
du hast’s gefunden,
nur für sekunden…
zwei fremde augen, ein kurzer blick,
die braue, pupillen, die lider -
was war das? kein mensch dreht die zeit zurück…
vorbei, verweht, nie wieder.
du mußt auf deinem gang
durch städte wandern;
siehst einen pulsschlag lang
den fremden andern.
es kann ein feind sein,
es kann ein freund sein,
es kann im kampfe dein
genosse sein.
es sieht hinüber
und zieht vorüber…
zwei fremde augen, ein kurzer blick,
die braue, pupillen, die lider -
was war das? von der großen menschheit ein stück!
vorbei, verweht, nie wieder.
(kurt tucholsky)
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Dienstag, 5. November 2013
into pieces
i'm dying a thousand deaths -
how shall i be strong
when i break into pieces...?
searching on the floor,
gathering the shards with my bare hands
i pick up myself
every single splinter a broken sentiment,
edges sharp like knives...
will i ever be whole again?
(c.n.s.)
how shall i be strong
when i break into pieces...?
searching on the floor,
gathering the shards with my bare hands
i pick up myself
every single splinter a broken sentiment,
edges sharp like knives...
will i ever be whole again?
(c.n.s.)
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Freitag, 11. Oktober 2013
nemesis
sei gegrüßt, nemesis* - so sehen wir uns wieder...
du hast so oft schon von meinem blut getrunken, daß ich dich fast 'gefährtin' nennen könnte,
doch deine schlangenarme bieten freuden kälter als der tod.
so lange schon trittst du an meine seite, immer wieder,
doch höre nun mein lebewohl:
nicht länger will ich dir zu diensten sein -
die glut des kusses ford're ich von den lebenden, nicht von deinem klammen lippen...
(c.n.s.)
*nemesis (griech.) = verhängnis
du hast so oft schon von meinem blut getrunken, daß ich dich fast 'gefährtin' nennen könnte,
doch deine schlangenarme bieten freuden kälter als der tod.
so lange schon trittst du an meine seite, immer wieder,
doch höre nun mein lebewohl:
nicht länger will ich dir zu diensten sein -
die glut des kusses ford're ich von den lebenden, nicht von deinem klammen lippen...
(c.n.s.)
*nemesis (griech.) = verhängnis
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Montag, 12. August 2013
vom fallen und wieder aufsteh'n
keine schicksalsmacht stand an meiner wiege
und sagte mir von großen taten,
kein gott, kein karma versprach mir schutz -
allein wurd' ich in die welt geworfen
ohne hilfe, wehr und glück...
stolpernd setzt' ich meine schritte,
fiel, stand auf, fiel wieder, tiefer,
kein tal zu finster, kein abgrund zu schwarz...
fallend schrie ich um mein leben, doch
mein schrei verhallte ungehört...
unten war es dunkel, zeitlos,
furcht verschlang mich, wollte mich lähmen
doch ein funke glimmte noch
auch wenn er keinen weg mehr wies...
denn die richtung kannt' ich nicht.
blutend kroch ich schließlich wieder
fast nach oben, versehrt vom kampf -
doch schutz und zuflucht gab es nicht:
niemand da, der für mich aufstand
und antwortete an meiner statt...(1).
so lernte ich, allein zu sein -
immer wieder, und immer neu.
treu war mir furcht nur, scham und zorn...
ein fremdling war ich, zum fremdling ward' ich:
zwar auf der welt - doch kein teil davon.
so vergingen die jahrzehnte...
keine wärme, keine hand und keine worte,
keine mir verwandte seele:
die welt besieht mich scheelen blickes
und ich blick' scheu zurück zur welt...
ewig scheint der böse kreislauf
doch leben muss ich - immer noch...
weit ist die leere um mich herum.
also kämpf' ich, falle wieder,
steh' auf, weil ich aufsteh'n muss....
fallend sing' ich, kämpfend fall' ich,
stolpre, soweit die stimme trägt,
lass' mich nicht auf ewig zwingen -
von dieser leere in die nächste
wähl' ich einen and'ren weg...
(1) eine anspielung an die altägyptische tradition der uschebtis, die anstelle der verstorbenen antworten sollen, wenn diese im totenreich für irgendwelche unangenehmen aufgaben gerufen werden
(c) by wuschelix
und sagte mir von großen taten,
kein gott, kein karma versprach mir schutz -
allein wurd' ich in die welt geworfen
ohne hilfe, wehr und glück...
stolpernd setzt' ich meine schritte,
fiel, stand auf, fiel wieder, tiefer,
kein tal zu finster, kein abgrund zu schwarz...
fallend schrie ich um mein leben, doch
mein schrei verhallte ungehört...
unten war es dunkel, zeitlos,
furcht verschlang mich, wollte mich lähmen
doch ein funke glimmte noch
auch wenn er keinen weg mehr wies...
denn die richtung kannt' ich nicht.
blutend kroch ich schließlich wieder
fast nach oben, versehrt vom kampf -
doch schutz und zuflucht gab es nicht:
niemand da, der für mich aufstand
und antwortete an meiner statt...(1).
so lernte ich, allein zu sein -
immer wieder, und immer neu.
treu war mir furcht nur, scham und zorn...
ein fremdling war ich, zum fremdling ward' ich:
zwar auf der welt - doch kein teil davon.
so vergingen die jahrzehnte...
keine wärme, keine hand und keine worte,
keine mir verwandte seele:
die welt besieht mich scheelen blickes
und ich blick' scheu zurück zur welt...
ewig scheint der böse kreislauf
doch leben muss ich - immer noch...
weit ist die leere um mich herum.
also kämpf' ich, falle wieder,
steh' auf, weil ich aufsteh'n muss....
fallend sing' ich, kämpfend fall' ich,
stolpre, soweit die stimme trägt,
lass' mich nicht auf ewig zwingen -
von dieser leere in die nächste
wähl' ich einen and'ren weg...
(1) eine anspielung an die altägyptische tradition der uschebtis, die anstelle der verstorbenen antworten sollen, wenn diese im totenreich für irgendwelche unangenehmen aufgaben gerufen werden
(c) by wuschelix
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Sonntag, 9. Juni 2013
fremde federn
sein blick ist vom vorrübergeh'n der stäbe
so müd' geworden, daß er nichts mehr hält.
ihm ist, als ob es tausend stäbe gäbe
und hinter tausend stäben keine welt...
der weiche gang geschmeidig starker schritte,
der sich im allerkleinsten kreise dreht,
ist wie ein tanz von kraft um eine mitte,
in der betäubt ein großer wille steht.
nur manchmal schiebt der vorhang der pupille
sich lautlos auf... dann geht ein bild hinein,
geht durch der glieder angespannte stille -
und hört im herzen auf zu sein.
rainer maria rilke, "der panther"
so müd' geworden, daß er nichts mehr hält.
ihm ist, als ob es tausend stäbe gäbe
und hinter tausend stäben keine welt...
der weiche gang geschmeidig starker schritte,
der sich im allerkleinsten kreise dreht,
ist wie ein tanz von kraft um eine mitte,
in der betäubt ein großer wille steht.
nur manchmal schiebt der vorhang der pupille
sich lautlos auf... dann geht ein bild hinein,
geht durch der glieder angespannte stille -
und hört im herzen auf zu sein.
rainer maria rilke, "der panther"
Montag, 29. April 2013
stadt, grün (2)
mitten in frankfurt gibt es, gut abgeschirmt hinter hohen mauern, einen kleinen, feinen chinesischen park. und auch noch einen koreanischen - die bilder sind jedoch aus ersterem, dem "chinesischen garten" im bethmann-park:
von links nach rechts bzw. von oben nach unten: tor des himmlischen friedens, stele, jadegürtel-brücke, blick vom wasserpavillion des geläuterten herzens
der park entstand 1989 und wurde 2009 aufwendig instand gesetzt. geöffnet ist er täglich ab ca. 7:00 h, wird abends jedoch abgeschlossen. wer tai-chi in kombination mit "früh aufstehen" mag, kommt hier sonntags morgens auf seine kosten. für alle weniger sportlichen ist es einfach nur schön, durch die anlage zu flanieren und zu schauen, oder die dicken karpfen zu beobachten, die im teich träge umhergleiten...
von links nach rechts bzw. von oben nach unten: tor des himmlischen friedens, stele, jadegürtel-brücke, blick vom wasserpavillion des geläuterten herzens
der park entstand 1989 und wurde 2009 aufwendig instand gesetzt. geöffnet ist er täglich ab ca. 7:00 h, wird abends jedoch abgeschlossen. wer tai-chi in kombination mit "früh aufstehen" mag, kommt hier sonntags morgens auf seine kosten. für alle weniger sportlichen ist es einfach nur schön, durch die anlage zu flanieren und zu schauen, oder die dicken karpfen zu beobachten, die im teich träge umhergleiten...
Montag, 2. Januar 2012
fremde federn: gedanken für 2012
"wie jede blüte welkt und jede jugend
dem alter weicht, blüht jede lebensstufe,
blüht jede weisheit auch und jede tugend
zu ihrer zeit und darf nicht ewig dauern.
es muss das herz bei jedem lebensrufe
bereit zum abschied sein und neubeginne,
um sich in tapferkeit und ohne trauern
in andre, neue bindungen zu geben...
und jedem anfang wohnt ein zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
wir sollen heiter raum um raum durchschreiten,
an keinen wie an einer heimat hängen -
der weltgeist will nicht fesseln und und engen,
er will uns stuf' um stufe heben, weiten.
kaum sind wir heimisch einem lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht erschlaffen:
nur wer bereit zu aufbruch ist und reise
mag lähmender gewöhnung sich entraffen.
es wird vielleicht auch noch die todesstunde
uns neuen räumen jung entgegen senden,
des lebens ruf an uns wird niemals enden...
wohlan denn, herz, nimm abschied und gesunde!"
(hermmann hesse, "stufen")
dem alter weicht, blüht jede lebensstufe,
blüht jede weisheit auch und jede tugend
zu ihrer zeit und darf nicht ewig dauern.
es muss das herz bei jedem lebensrufe
bereit zum abschied sein und neubeginne,
um sich in tapferkeit und ohne trauern
in andre, neue bindungen zu geben...
und jedem anfang wohnt ein zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
wir sollen heiter raum um raum durchschreiten,
an keinen wie an einer heimat hängen -
der weltgeist will nicht fesseln und und engen,
er will uns stuf' um stufe heben, weiten.
kaum sind wir heimisch einem lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht erschlaffen:
nur wer bereit zu aufbruch ist und reise
mag lähmender gewöhnung sich entraffen.
es wird vielleicht auch noch die todesstunde
uns neuen räumen jung entgegen senden,
des lebens ruf an uns wird niemals enden...
wohlan denn, herz, nimm abschied und gesunde!"
(hermmann hesse, "stufen")
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Sonntag, 7. August 2011
leere welt
ich rufe in den wind -
ohne echo, ohne antwort,
doch ich kann nicht stumm bleiben:
rufen muss ich,
rufen will ich.
dunkel ist die welt.
ich schreibe an die wand -
ohne echo, ohne antwort,
doch ich kann nicht stille halten:
schreiben muss ich,
schreiben will ich.
zu voll ist die welt...
zu voll ist die welt
und gleichzeitig leer -
menschen wie maschinen
stimmen wie bandaufnahmen
worte wie endlosschleifen
myriaden
doch leer.
so steigt die sonne
und sinkt die nacht
über ein in sich gekehrtes, blindes land:
hören tut nur der wind,
verstehen nur die wand,
glauben nur jeder an sich selbst -
leer ist die welt...
ohne echo, ohne antwort,
doch ich kann nicht stumm bleiben:
rufen muss ich,
rufen will ich.
dunkel ist die welt.
ich schreibe an die wand -
ohne echo, ohne antwort,
doch ich kann nicht stille halten:
schreiben muss ich,
schreiben will ich.
zu voll ist die welt...
zu voll ist die welt
und gleichzeitig leer -
menschen wie maschinen
stimmen wie bandaufnahmen
worte wie endlosschleifen
myriaden
doch leer.
so steigt die sonne
und sinkt die nacht
über ein in sich gekehrtes, blindes land:
hören tut nur der wind,
verstehen nur die wand,
glauben nur jeder an sich selbst -
leer ist die welt...
Donnerstag, 10. Februar 2011
gedicht
zwischen nacht und hellem tag
habe ich ihn gesucht –
im wind, in den wolken, in der glut des feuers
und im leben.
gefunden habe ich schriften, altehrwürdige zeilen,
bedeutsame zeugnisse vergangener zeiten,
doch die gegenwart blieb stumm.
zwischen tag und dunkler nacht
wanderte ich durchs finstere tal...
wo war der stecken, wo der stab
als in den staub ich sank?
meine feinde lachten mir ins angesicht,
ihr hohn war mein schmerz
und ich war allein.
zwischen nacht und hellem tag
rannte ich um mein leben –
feuer wollte mich verschlingen,
treibsand mich schlucken, geschichte mich tilgen...
düstre träume verfinsterten den tag.
kein trost, keine hilfe, kein steinern’ aug’,
das eine träne vergoss.
aus der asche stieg ich schliesslich
ganz allein - versehrt, gebrannt...
zwischen tag und dunkler nacht
zog ich bilanz, prüfte, wog
und fand mich immer noch allein.
da war nur leben, nur welt und ich:
sonst war da nichts.
die schrift blieb tot...
war nie phoenix, werde nie strahlen –
bin nur staub,
war stets nur ich.
mit allem, was mich zum wehren zwingt...
...war stets allein.
(c) by frantic, 2011
habe ich ihn gesucht –
im wind, in den wolken, in der glut des feuers
und im leben.
gefunden habe ich schriften, altehrwürdige zeilen,
bedeutsame zeugnisse vergangener zeiten,
doch die gegenwart blieb stumm.
zwischen tag und dunkler nacht
wanderte ich durchs finstere tal...
wo war der stecken, wo der stab
als in den staub ich sank?
meine feinde lachten mir ins angesicht,
ihr hohn war mein schmerz
und ich war allein.
zwischen nacht und hellem tag
rannte ich um mein leben –
feuer wollte mich verschlingen,
treibsand mich schlucken, geschichte mich tilgen...
düstre träume verfinsterten den tag.
kein trost, keine hilfe, kein steinern’ aug’,
das eine träne vergoss.
aus der asche stieg ich schliesslich
ganz allein - versehrt, gebrannt...
zwischen tag und dunkler nacht
zog ich bilanz, prüfte, wog
und fand mich immer noch allein.
da war nur leben, nur welt und ich:
sonst war da nichts.
die schrift blieb tot...
war nie phoenix, werde nie strahlen –
bin nur staub,
war stets nur ich.
mit allem, was mich zum wehren zwingt...
...war stets allein.
(c) by frantic, 2011
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Mittwoch, 24. März 2010
kriewelsch platt (1)
schicksal
et jövt so manchen dag en't läewe
dor jeht partout alles dornäewe -
watt do och anpacks, ejal wie on watt,
wo do och henkieks, di süehst ma schwatt.
dor hölpt kien krakeele un och kien bäene,
do küess dech selver en den hengerschde träene.
en jedder, dä kömmt, de stellt dech en bien.
en jlöck, dag's drop es wier sonnenschien!
(c) rudi janssen
et jövt so manchen dag en't läewe
dor jeht partout alles dornäewe -
watt do och anpacks, ejal wie on watt,
wo do och henkieks, di süehst ma schwatt.
dor hölpt kien krakeele un och kien bäene,
do küess dech selver en den hengerschde träene.
en jedder, dä kömmt, de stellt dech en bien.
en jlöck, dag's drop es wier sonnenschien!
(c) rudi janssen
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